Am Samstag war es wieder soweit und es ging im Rahmen der DGFX nach Spa.
Das Rennen mit einer Länge von sechs Stunden stand auf dem Plan. Anbei findet ihr unsere Rennberichte.

Eins vorweg: Team #255 konnte sich vorzeitig als Seriensieger der Porsche-Klasse positionieren.
Unseren Glückwunsch an Marvin und Marco, die eine tolle DGFX-Saison hingelegt haben!

GermanSimRacing.de #151 (HPD ARX-01c)
Fahrer: Jens Ledwig & Gerrit Winter

Auf Jens war wieder einmal Verlass und er hat uns mit Platz 6 in der Qualifikation in eine gute Ausgangsposition gebracht.

Unsere Pace war gut, wir waren in einem gegenüber Suzuka enger zusammengerückten Feld weiterhin wettbewerbsfähig.
Aufgrund einiger Cautions konnten wir unsere ersten zwei Stints auf je 1 Std. 20 Min. strecken und haben uns ausgemalt, dass der Schnitt gehalten wird und wir locker mit 4 Stopps auskommen sollte. Leider kam Gerrit während Stint Nr. 4 nicht in den Genuss mehrerer Cautions und musste Jens mit etwas über einer Stunde in den letzten Stint schicken.

Da waren sie nun, unsere drei Probleme:
– Wir mussten Benzin sparen
– Wir brauchten noch eine Caution
– Hatten das Samba Racing Team hinter uns zwecks Überrundung, weil sie noch nicht tanken waren.

Entsprechend wurden wir überrundet, weil wir sparen mussten, die Caution folgte wenig später, wir durften den Wave By erst später nehmen (nach Sambas Boxenstopp) und kamen nicht mehr rechtzeitig zurück in das Feld zum bevorstehenden Restart und weil wir immer noch sparen mussten, blieb es bei Platz 8. Im Bereich Strategie liegt also noch Verbesserungspotenzial kann man sagen!

Nachträglich durch Strafen zweier Kontrahenten sind wir noch auf Platz 6 vorgespült worden. Somit kann sich Team #151 erneut über eine gute Punkteausbeute freuen, ob wir das auch tun, lassen wir mal offen…

Im Saisonfinale wird Jens, der zu dem Termin leider verhindert ist, durch seinen Landsmann Philipp ersetzt, der ihn sicherlich würdig vertreten wird.

GermanSimRacing.de #152 (HPD ARX-01c)
Fahrer: Julian Oejen & Oliver Kemmesat

Das Qualifying lief sehr gut und wir konnten von P4 ins Rennen gehen. Nach einigen Runden sortierten wir uns auf einen stabilen 6. Platz ein. Nach Ollis Stint konnte Julian sich bis auf P4 vorkämpfen. Olli übernahm den dritten Stint und konnte P3 halten. Da er aber das Speedlimit in der Box überschritten hatte, musste Julian 15 Sekunden länger in der Box stehen. Dadurch fielen wir auf P11 zurück. Julian konnte sich aber bei seinem Stint wieder auf P8 vorkämpfen. In Ollis letzten Stint haben wir unsere Strategie geändert und während einer Safety Car-Phase einen vorgezogenen Boxenstopp eingelegt. Julian übernahm nun, auf P6 liegend, den letzten Stint. Trotz zahlreicher Überrundungen konnte Julian, der nun wie entfesselt fuhr, bis zum Schluss P6 halten. In der letzten Runde konnten wir durch einen Fahrfehler unseres Vordermanns noch einen Platz gut machen und erreichten mit Platz 5 unser bisher bestes Saisonergebnis.

GermanSimRacing.de #153 (HPD ARX-01c)
Fahrer: Alexander Braatz & Christian Schmitt

Das Team 153 hatte aus dem vorherigen Rennen eine Stop and Go-Strafe für eine Runde aufgebrummt bekommen.
Dies war auch der Grund warum sich das Team dazu entschlossen hatte, keine Qualifikation zu fahren. Zum Start hat sich der Fahrer Alexander Braatz in den HPD gesetzt.
Als die Stop and Hold Strafe abgesessen war, lief es relativ gut. Das Team konnte einen Platz gut machen und landete nach den ersten Stint auf Platz 14.

Als dann Christian Schmitt ins Fahrzeug stieg, konnte er den Platz relativ gut halten. Bis auf ein paar kleine Fehler wie Dreher war sein Stint gut.
Im letzten Stint für dieses Rennen fuhr dann Alexander Braatz wieder. Nach Runde 83 war sein Rennen allerdings am Ende nach einer Reparaturzeit von 12 Minuten.
Der Grund dafür war ein Überholmanöver in Runde 82. In der Spitzkehre am Start gab es ein Missverständnis mit einem Audi GT3-Fahrer, welcher eine Kollision auslöste.

GermanSimRacing.de #255 (Porsche GT3 Cup)
Fahrer: Marco Briechle & Marvin Hanke

Von einem soliden fünften Platz ging es nach dem Qualifying ins Rennen, doch bereits nach dem Passieren der Eau Rouge kam das Safety Car zum ersten und definitv nicht zum letzten Mal an diesem Abend auf die Strecke. Auf der Kemmel Straight berührten sich zwei GT3 Fahrer und blockierten die gesamte Strecke. Dies führte zum Ausscheiden einiger Kontrahenten, aber auch unser Schwestern-Team #256 musste durch den Vorfall ihren Porsche abstellen.

Nach dem Restart kam es direkt wieder zu einer Full Course Caution, da sich selbiges noch einmal abspielte. Bereits in den ersten Stunden war klar, dass sich, unabhängig von der eigenen Pace, alles im letzten Stint entschieden werden würde. Wir schafften es zum ersten Boxenstopp eine Runde länger draußen zu bleiben als die Konkurrenz, doch als wir in die Box wollten wurde wieder eine Safetycar Phase ausgerufen.
Die Folge: Wir mussten einen Emergency Pit Stop machen und durften nur für fünf Runden tanken, und mussten in der Runde wo die Boxen wieder geöffnet wurden direkt nochmal rein und voll tanken. Infolgedessen durften wir uns wieder am Ende des Feldes einordnen. Durch unsere längeren Stints und die regelmäßigen Pacecar Phasen schafften wir es bei der letzten Caution uns ganz vorne einzuordnen, wohingegen die schnelle Konkurrenz sich durch einen Pit Stop hinten anstellen durfte. Marvin konnte so seinen Vorsprung verwalten und uns nach sechs Stunden den verdienten Sieg sichern.

Zu dem Tagessieg belohnten wir uns außerdem noch obendrauf mit einem vorzeitigen Gesamtsieg in der GTC Klasse. Mit drei ersten Plätzen und einem zweiten Platz sind wir uneinholbar vor SimRC Strawberry und können uns nun auf die laufende vVLN Saison von Simracing Deutschland konzentrieren, wo wir aktuell auf Platz zwei in der Porsche Wertung liegen.

GermanSimRacing.de #256 (Porsche GT3 Cup)
Fahrer: Johannes Maiworm & Robin Hasse

Team #256 startete nach einer mäßigen Qualifying-Session von Platz 6 ins Rennen. Johannes konnte sich gleich am Start an dem von Marco gesteuerten Schwesterteam vorbeidrängen und lag somit auf P5.

Das war wohl auch die einzige positive Erfahrung an diesem Nachmittag für das zusätzlich aus Robin bestehende 256er Porsche Team. Denn auf der Kemmel-Straight hatte sich gleich nach dem Start eine Massenkarambolage von den GT3-Boliden ereignet. Bei dem Versuch ungescholten an dem Chaos vorbeizuschleichen, wurde der 911er allerdings von einem unaufmerksamen Fahrer wortwörtlich “abgeschossen”.

So endete das Rennen, welches eigentlich 6 Stunden dauern sollte, schon nach ca. 2 Minuten.

GermanSimRacing.de #305 (Audi R8 LMS GT3)
Fahrer: Marcel Egbers & Kevin Allmann

Das Rennen ist von P5 aus durch die frühe Safety Car Phase eher verhalten gestartet. Nach dem Restart herrschte Verwirrung, weil der Führende die Regeln nicht kannte und seine Position so abgegeben hat. Währenddessen ist uns ein Z4 aufs Heck gefahren, was schwere Folgen haben sollte. In der Eau Rouge war der Wagen plötzlich unruhig auf der Hinterachse, gleichzeitig wurden wir von einem Mercedes berührt. Die Folge war ein Abflug in die Bande mit mehreren Überschlägen und Pirouetten, gefolgt von einem weiteren Treffer durch einen AMG bei voller Fahrt, sodass das Fahrzeug erneut durch die Lüfte flog.
Nach einer Reparaturzeit von dezenten 57 Minuten versuchte Marcel sich an Schadensbegrenzung. Der stark beschädigte Wagen konnte noch sicher um den Kurs bewegt werden, musste sich jedoch auch der eigentlich langsameren Klasse geschlagen geben. Nach zwei weiteren Stints, in denen man sich mühsam Plätze zurückgekämpft hat, gab es ohne Vorwarnung einen Motorschaden. Auch hier wurde der Wagen nach einer Reparaturzeit von 47 Minuten nochmals auf die Strecke geschickt, um sich zurückzurunden und ein weiteres, ausgefallenes Team zu überholen. Danach wurde das Auto wegen uneinholbarem Abstand abgestellt. Am Ende konnte man so noch Rang 12 verbuchen.

Wer möchte, kann hier auch das Rennen aus der Sicht von Team #152 sehen. Wie fast jedes größere Event, haben wir dieses bei Twitch gestreamt.