Am Samstag fand das erste Rennen der DGFX-Serie in Interlagos statt.
Die DGFX ist eine Multiclass-Serie, bestehend aus HPD ARX-01c, Audi R8 LMS GT3, BMW Z4 GT3, Mercedes AMG GT3 und dem neuen Porsche GT3 Cup.

Die Rennen gehen über eine Länge von drei bzw. sechs Stunden und pro Season gibt es fünf Rennen zu bestreiten. Anbei die Rennberichte aus der Sicht der einzelnen Teams.

GermanSimRacing.de #151 (HPD ARX-01c)
Fahrer: Jens Ledwig & Gerrit Winter

Team #151 hat mit der Zielsetzung, die Top 10 zu erreichen, den Saisonauftakt in Angriff genommen.
Gerrit ist von Startplatz 11 aus einen eher defensiv ausgelegten ersten Stint gefahren und hat aufgrund zweier Cautions nach ca. 1 Std. und 20 Min. an Jens übergeben, der um Position 7 herum zurück auf die Rennstrecke fuhr. In einem durch mehrere Cautions unterbrochenen Stint konnte Jens sich sukzessive nach Vorne arbeiten und in einem packenden Duell mit dem skandinavischen HPD die Führung an sich reißen. Während der letzten Caution hat ein Porsche während seines “wave by” nicht aufgepasst und Jens umgedreht. Er durfte sich daraufhin aber wieder an die Spitze setzen.
Nun haben wir sehr lange gerätselt, ob wir draußen bleiben sollen oder nicht. Um solange wie möglich Vorne zu bleiben und in Anbetracht möglicher Virtual Safety Car Phasen, in denen nochmal Benzin gespart werden könnte, haben wir es riskiert und sind draußen geblieben. Jens konnte seinen Vorsprung auf die Plätze 3 ff. kontinuierlich ausbauen. VSC Phasen gab es keine mehr und Jens ist rund sieben Minuten vor dem Ende zu einem Fuel only-Stop an die Box und auf Platz 5 zurück auf die Rennstrecke und konnte in einem Fotofinish letztlich noch Platz 4 sichern.
Kurz vor unserem besagten Fuel only-Stop kam es leider zu einem Missverständnis mit einem Porsche, der uns eine bessere Platzierung kostete und weshalb noch eine Untersuchung gegen uns aussteht. Dies schmälert unsere Freude über ein wirklich gelungenes Rennen aber in keinster Weise.

GermanSimRacing.de #152 (HPD ARX-01c)
Fahrer: Julian Oejen & Oliver Kemmesat

Nach einem guten Qualifiying konnte Oliver von Position 6 ins Rennen gehen. Bereits in den ersten Runden gab es einen größeren Unfall in T1, welchen Oli aber glücklicherweise heil überstanden hat. Kurz nachdem das Fahrzeug auf Position 5 liegend an Julian übergeben hatte, gab es leider einen Kontakt von Julian mit einem HPD sowie direkt danach einen Unfall mit einem Porsche, welcher eine Reparaturzeit von 16 Minuten mit sich brachte. So mussten die Ambitionen für das Treppchen leider begraben werden.

Hoffen wir, dass das nächste Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife besser für das Team #152 verläuft.

GermanSimRacing.de #153 (HPD ARX-01c)
Fahrer: Alexander Braatz & Christian Schmitt

Das Qualifiying fuhr Alex, allerdings hatte er einige Internetprobleme. So sind wir dann als 17. ins Rennen gegangen.
Der Start war soweit gut und ohne Probleme. Nach einer Zeit kamen dann Unfälle im Feld und somit die angekündigten Safetycar-Phasen mit ins Rennen.

Es war im ersten Moment gewöhnungsbedürftig aber es ging im Großen und Ganzen ohne Komplikationen, bis sich das Feld wieder sortiert hat.
Es sind wie immer auch welche mit Übereifer im Rennen die dann nach dem Neustart gleich wieder einen Unfall auslösen und dann die nächste Safetycar-Phasen auslösen. Allerdings konnten wir uns glücklicherweise aus diesen Zwischenfällen raushalten und profitierten von den Ausfällen bzw. Reperaturzeiten von anderen Teams.

Nach unserem Fahrerwechsel sind mehr Unfälle passiert und es kam auch das Safetycar und das Virtual Safetycar nochmals zum Einsatz.
Wir konnten uns zu diesem Zeitpunkt auf den 9. Platz vorfahren und gaben diesen Platz auch bis zum Ziel nicht mehr ab.

GermanSimRacing.de #255 (Porsche GT3 Cup)
Fahrer: Marco Briechle & Marvin Hanke

Bei unserem ersten Porsche Team verlief das Rennen genau nach Plan: Durch die zahlreichen Safetycar-Phasen rückte die richtige Boxenstrategie immer mehr in den Vordergrund. Dies beförderte einige Teams, welche die Fairshare-Regel nicht einhalten konnten, an das Ende des Feldes. Mit einer ausgefeilten Boxenstrategie schafften es unsere Jungs vom #255 Team von Startplatz 7 ganz nach vorne.
Den ersten Platz konnten sie erst nach einer Strafe für das Vendaval Simracing White Team feiern, da diese noch eine 20 Sekunden Strafe für einen unsafe Rejoin erhielten. Das nächste Rennen ist für unsere Fahrer wie ein Heimspiel auf der Nordschleife, und dort wollen sie den Sieg bereits auf der Strecke herausfahren.

GermanSimRacing.de #256 (Porsche GT3 Cup)
Fahrer: Johannes Maiworm & Sergio Medina

Sergio Medina startete für das zweite GTC Team, im erst kürzlich erschienenen Porsche 911 GT3 Cup, von Position 10 ins Rennen.
Nach einer mehr oder weniger hektischen Anfangsphase, mit zwei Safetycarphasen und jeder Menge Positionskämpfen konnte er das Steuer nach ca. 70 Minuten an Johannes Maiworm übergeben. Das Auto mit der Nummer 256 sollte in der Folge eine Berg- und Talfahrt der Emotionen durchleben, mit Überholmanövern und Reibereien mit und an der starken Konkurrenz.

Am Ende dieser drei Stunden dauernden Nervenschlacht, mit unglaublich viel Verkehr auf der Strecke, konnte ein sehr respektabler 4. Platz erreicht werden – Nicht zuletzt durch eine gut genutzte “Full-Caution”, in welcher sich Sergios Erfahrung im Oval Rennsport und die damit einhergehende taktische Raffinesse doppelt und dreifach bezahlt machte.

GermanSimRacing.de #305 (Audi R8 LMS GT3)
Fahrer: Marcel Egbers, Kevin Allmann, Marcel Lancier

Marcel Lancier ist mit dem R8 LMS #305 von Position 6 gestartet und eroberte nach einem Frühstart des Polesetters und anschließender Verwirrung der Vordermänner Platz 4. Ein Ghostcontact beim Anbremsen von Turn 4 mit der #230 nach 56 Minuten blieb ohne Folgen. Kurz vor dem Boxenstopp konnte man schon den zweiten Platz verbuchen.

Marcel Egbers übernahm nach 38 Runden das Steuer, hatte aber mit Problemen seines Spotters zu kämpfen. Durch mehrere Safetycar-Phasen sowie einer VSC-Phase konnte so auch der 2. Platz verteidigt werden. Beim letzten Stop und Fahrerwechsel hat das Team leider einen schwerwiegenden Fehler gemacht und 30L zu viel getankt. Trotzdem war man weiterhin auf dem zweiten Platz und nur acht Sekunden hinter dem führenden GT3. Kevin Allmann konnte trotz diverser Überrundungen noch auf zwei Sekunden heranfahren.

Das Team hat mit dem Ergebnis die Erwartungen weit übertroffen und freut sich auf das Rennen auf dem Nürburgring.

Wer möchte, kann sich den sehr schön anzusehenden Stream von Racespot.tv nachträglich anschauen: