Am letzten Samstag stand das zweite Rennen der DGFX-Serie auf dem Programm.
Insgesamt sechs Stunden fuhren die drei Klassen über die legendäre Nürburgring-Nordschleife.

Anbei findet ihr die Rennberichte der einzelnen Teams von uns. Als nächstes steht ein dreistündiges Rennen in Suzuka am 18. März auf dem Plan.


GermanSimRacing.de #151 (HPD ARX-01c)
Fahrer: Jens Ledwig & Gerrit Winter

Diesmal fuhr in Team #151 Jens die Qualifikation und konnte mit einer 7:20,660 in einem erstaunlich eng beieinander liegenden Starterfeld einen tollen vierten Startplatz herausfahren.
Ein gutes Omen für das Rennen war es leider dennoch nicht. Es begann etwas holprig und eine frühe erste Full Course Yellow hat Jens leider völlig rausgerissen und somit hat er wenig später leider weggeschmissen – Lenkung schief und bei dem Versuch das Auto an die Box zu tragen leider nochmal in die Leitplanke.
Jens und Gerrit hatten dann gute 18 Min. Bedenkzeit und sie entschieden sich, nicht aufzugeben und dieses Rennen mit zwei Runden Rückstand bis zum Ende durchzuziehen.
Mit einer in den folgenden über fünf Stunden sehr ausgeglichenen und nahezu fehlerfreien Fahrt beider Fahrer gelang es dann dennoch noch in den Top 10 das Rennen zu beenden und somit erfolgreich Schadensbegrenzung zu betreiben.
Abhaken lautet die Devise, während uns unsere Leistung nach der Reparatur weiterhin optimistisch auf die vor uns liegenden Aufgaben blicken lässt.

GermanSimRacing.de #152 (HPD ARX-01c)
Fahrer: Julian Oejen & Oliver Kemmesat

Nach einem durchwachsenem Qualifying gingen wir von Platz 11 an den Start. Die für alle Fahrzeuge offene Strecke ermöglichte es uns nicht, eine freie Runde zu drehen.
Mit Blick auf die Renndistanz von sechs Stunden waren wir aber dennoch zuversichtlich, eine gute Position erreichen zu können.

Nachdem Oliver am Start auf P13 zurückfiel, konnte er sich während seines ersten Stints auf Position 3 vorkämpfen, trotz einer Durchfahrtsstrafe, da er beim ersten Virtual Safety Car etwas zu schnell unterwegs war. Anschließend übernahm Julian den HPD und verteidigte Platz 3 erfolgreich.
Die dritte VSC-Phase wurde uns dann aber leider zum Verhängnis. Ein hinterher fahrende Porsche schätze den Countdown sowie seinen Bremsweg falsch ein und traf uns am Heck. Das Ergebnis war eine Strafe für den Porsche sowie eine Reparaturzeit von rund drei Minuten für uns. Der Bolide war ab dem Zeitpunkt leider nicht mehr mit der vollen Leistung fahrbar, so dass wir ca. zehn Sekunden pro Runde auf unsere normalen Rundenzeiten verloren haben.

Dennoch fuhren wir fehlerfrei weiter und konnten uns im Laufe der Zeit auf den fünften Platz vorkämpfen. In Betracht auf den Rennverlauf sind wir sehr zufrieden mit dem Ergebnis, auch wenn ohne den Crash sicherlich eine Top 3-Position möglich gewesen wäre.

GermanSimRacing.de #153 (HPD ARX-01c)
Fahrer: Alexander Braatz, Christian Schmitt & Philipp Niklas

Unser Team hat sich mit Philipp Niklas noch nachträglich verstärkt.
Nach einem eher turbulenten Qualifiying auf der Nordschleife mit GP-Kurs sind wir vom 14. Platz aus gestartet. Die Quali war nicht wie beim letzten Rennen in die Fahrzeugklassen aufgeteilt, sondern es sind alle zusammen gefahren, was es für die HPDs schwierig machte eine Runde ohne Verkehr zu bekommen. Alex machte trotz der Schwierigkeiten einen guten Job und erfuhr uns den 14. Startplatz.
Alex fuhr auch für uns den ersten Stint. Wie auf der Nordschleife nicht anders zu erwarten, ging die erste Rennphase nicht ohne Virtual Safety Car von statten. Schon in der ersten Runde wurde Alex durch das VSC ausgebremst. Nach der Wiederaufnahme des Rennens hat Alex leider das Auto verloren und wir mussten eine Reperaturzeit von ca. 10 Minuten in Kauf nehmen. Bei einem 6 Std. Rennen ist aber noch alles drinnen und so fuhren wir mit voller Motivation weiter. Der restliche Stint verlief ohne weitere Probleme. Man musste nur immer wieder bei Überrundungen sehr aufpassen da manche Porsche oder GT3-Fahrzeuge kein Platz gemacht haben, so waren manche Überholmanäver sehr gefährlich.
Den zweiten Stint übernahm Philipp. Er fuhr sehr sicher und sehr schnell über den Kurs und konnte uns so wieder die ein oder andere Position sichern. Die anderen Teams hatten teilweise auch Schwierigkeiten und musste zu längeren Stopps an die Box. Auch wurden sehr viele Strafen von der Rennleitung ausgesprochen. Leider wurden auch wir nicht ganz davon verschont.
Nach Philipp ist Christian in das Auto eingestiegen. Dieser konnte zwar nicht an die Rundenzeiten seiner Teamkollegen anknüpfen, aber ist nach seinen fahrerischen Möglichkeiten um den Kurs gefahren. Im weiteren Rennverlauf kamen immer wieder VSC-Phasen. Dies hatte aber nicht soviel Einfluss auf das Rennen wie in Brasilien mit dem normalen Safety Car. Es wurde nur das Renntempo reduziert und nicht das Feld wieder eingesammelt. Aber teilweise war es schon sehr hektisch auf der Strecke.

In dem zweiten Stint von Philipp ist ihm leider ein Fahrfehler passiert und so mussten wir auch hier nochmal für ca. 10 Minuten an die Box. Zu diesem Zeitpunkt waren wir auf dem 10. Platz. Wir sind dann am Ende auf dem 14. Platz ins Ziel gekommen.
Unterm Stich wäre sicher der 10 Platz drinnen gewesen aber auf der Strecke können Fahrfehler passieren wenn man an der Grenze fährt und auch bei 6 Std. Rennen kann das passieren.
Im nächsten Rennen auf Suzuka sind wieder die Top 10 anvisiert.

GermanSimRacing.de #255 (Porsche GT3 Cup)
Fahrer: Marco Briechle & Marvin Hanke

Als Nordschleifen- und Langstrecken-Veteranen war das Ziel für unser Porsche Team #255 klar: Weniger als ein Podium wäre eine klare Niederlage. Mit einer guten Qualifikation konnte uns Marvin auf Startplatz sechs positionieren, direkt vor unserem Schwestern-Team #256.
Nach einem verschlafenen Start musste Marvin zwei Positionen herschenken, dafür konnte er sich dadurch aber locker und ohne Druck von hinten einfahren. Nach drei Stunden konnte er Marco das Auto auf P3 liegend übergeben, er musste nun nur noch die Pace durchziehen um sich durch eine andere Boxenstrategie an unserem Teamkollegen Johannes vorbei zu schieben. Dieser fiel leider im letzten Stint der Nordschleife und seinen bereits abgefahrenen Reifen zum Opfer und verlor seinen Porsche mit der Endstation Boxengasse. Durch ein missachten der Fairshare-Regel wurde das führende Team – Vendaval Simracing White – nachträglich noch disqualifiziert und bescherte dadurch unserem Team den zweiten Sieg im zweiten Rennen dieser Saison.
Abgesehen von einigen Schrecksekunden bei Überrundungsversuchen der Prototyp-Klasse konnten Marco und Marvin mit dieser souveränen Vorstellung sich ein ordentliches Polster verschaffen.

GermanSimRacing.de #256 (Porsche GT3 Cup)
Fahrer: Johannes Maiworm & Robin Hasse

Da unter der Woche unser Fahrer Johannes M. Probleme mit seinem PC hatte, musste kurzfristig Ersatz gesucht werden. Gesagt getan: So ergab es sich, dass zum zweiten Rennen der Serie unser neues Ass Robin Hasse für uns fuhr.

Er legte auch gleich in der Quali nach anfänglichen Problemen kurz vor Schluss die siebt beste Zeit hin und so waren wir alle sehr zufrieden bevor das Rennen dann endlich los ging.

Nachdem es am Start keine nennenswerten Probleme gab, lag er nach dem ersten Boxenstopp nach einer Stunde auf Platz 4. Die ersten beiden Wagen waren zu der Zeit zwar schon 20 Sekunden weg, aber da das Rennen diesmal sechs Stunden ging, war alles noch im grünen Bereich.

In der zweiten Rennstunde gab es die ersten grösseren Unfälle die uns aber nicht betrafen. Dadurch, dass das zweite Mal die VSC Phase ausgesprochen wurde und wir das eine mal genau
an der Box vorbei fuhren, zogen wir den Boxenstopp vor und machten so aus 50 Sekunden Rückstand die es inzwischen auf die Spitze waren, wieder 25 Sekunden nach dem Boxenstopp.

Im dritten Stint zerlegte es den Zweitplatzierten so das wir dann Dritter waren. Der Erste war dann zwar weg, aber um Platz 2-4 war ein echter Wettstreit ausgebrochen auch mit unser Schwesterwagen der sich immer in unserer Nähe befand. Mal davor mal dahinter.

Als wir das 3. Mal an die Box fuhren war der letzte Fahrerwechsel für den Tag angesagt. Alles verlief nach Plan so das Johannes den Wagen übernahm und in Stunde 3-4 den Abstand konstant halten konnte. Wir stellten fest, dass wir auf jeden Fall noch einmal extra an die Box müssen um nochmal zu tanken.

Kurz vor Ende des Rennen: Dadurch das wir nicht mehr auf den Sprit achten mussten, konnte Johannes zu den Zeitpunkt Rekordzeiten auf die Strecke setzen und wir kamen so kurzzeitig wieder auf Platz 2. Als wir dann unseren vierten Boxenstopp machten, waren wir Dritter mit Kontakt zum Zweiten. Da es beim Viertplatzierten kleine Probleme gab, hatten wir fast eine Minute Vorsprung auf Platz 4.

Als dann aber die Reifen nachliessen, wurde Johannes etwas langsamer und da wir noch einen Extrastopp machen mussten am Ende, war klar das wir wohl realistischerweise nur auf Platz 3 landen würden.

Als er sich kurz vor dem fünf Boxenstopp einmal gedreht und die Wand touchiert hatte, wollten wir das Rennen nur noch nach Hause bringen. Doch 35 Minuten vor Rennende verlor Johannes aus bisher noch unerklärlichen Gründen (Teammanager Sergio Medina meinte dazu nach dem Rennen: “Ganz klar unser Schwesterwagen schuld. Die waren 13 Sekunden vor uns und haben Öl verloren und nichts gesagt). Leider brachte uns der ganze Protest nichts, so dass wir am Ende auf Platz 7 gewertet wurden .Es war mehr drin doch es sind noch drei Rennen in der DGFX-Meisterschaft und derzeit steht Wagen #256 auf einen sehr guten dritten Platz.

GermanSimRacing.de #305 (Audi R8 LMS GT3)
Fahrer: Marcel Egbers, Kevin Allmann, Marcel Lancier

Nachdem man im Qualifying schon früh eine gute Runde abliefern konnte, ging man von Position 4 in das Rennen. Nach einem kleineren Kampf mit dem Vikings Team sowie einem Dreher des Zweitplatzierten, war man relativ früh auf Platz zwei in der GT-Klasse.
Doch dieser Platz schien Unglück zu bringen – im Streckenabschnitt Wippermann fuhr Kevin in Runde 4 zu weit über die Curbs und ist mit dem Audi frontal eingeschlagen. Die folgende Reparatur brachte einen Rückstand von knapp zwei Runden und vernichtete die Hoffnung auf ein gutes Ergebnis.
Nachdem man eine Zeit lang abgeschlagen seine Runden gedreht hat, gab es einen erneuten Unfall. Auf der Quiddelbacher Höhe wollte sich ein HPD innen vorbeidrücken und hat dabei den Audi in Richtung Bande befördert. Es folgte erneut eine Reparatur in der Box. In den letzten Runden kämpfte man sich noch auf Platz 10 vor, musste diesen jedoch wegen eines Vergehens während der VSC-Phase wieder abgeben.

Wie freuen uns auf das nächste Rennen in Suzuka am 18. März 2017. Wer möchte, kann sich gerne den Stream bei Twitch anschauen.