Vor dem realen 24 Stunden Rennen von Le Mans wurde die virtuelle Variante von iRacing ausgetragen.
Neben den leider häufigeren Disconnects und anderen technischen Problemen seitens iRacing war es dieses mal leider ein wenig mühselig.

Nichtsdestotrotz freuen wir uns schon auf die nächsten Events. Aber hier nun erstmal die Rennberichte zu Le Mans.

GermanSimRacing.de #Blue (Ford GT GTE)
Fahrer: Johannes Maiworm, Marco Briechle, Marvin Hanke & Niklas Behrens

Der Ford GT des Team Blue ging aus dem hinteren Mittelfeld heraus an den Start. Niklas Behrens war als Startpilot auserkoren worden und er brachte den Boliden trotz einiger haariger Situationen sicher durch den ersten Doppelstint. Allerdings war der Heckflügel durch einen Zwischenfall in T1 ein wenig in Mitleidenschaft gezogen worden.
Selbst nach repariertem Schaden beobachtete das Team in den folgenden Doppelstints von Johannes, Marco und Marvin einen Zeitverlust von ca zwei Sekunden pro Runde, hinzu kam noch ein weiterer Zwischenfall während Marcos Fahrzeit und das amerikanische Fabrikat war nicht mehr konkurrenzfähig. Gegen 12 Uhr deutscher Zeit entschied sich Team Blue dann schweren Herzens zur Aufgabe des Rennens und stellte den ziemlich in Mitleidenschaft gezogenen Ford ab.
Trotz des ernüchternden Resultats an diesem Le Mans-Wochenende zieht das neu formierte Team auch eine durchaus positive Bilanz aus diesem Event. Wir dürfen in Zukunft auf die Performance dieser Mannschaft gespannt sein.

GermanSimRacing.de #Cyan (Ferrari 488 GTE)
Fahrer: Alexander Braatz, Marc Müller, Stefan Göritz, Christian Wilms, Sergio Medina, Christian Schmitt & Michael Bittmann

Die Vorbereitungen für die 24H von Le Mans ging bis zur letzten Minute.
Da kurz vor dem Rennen ein Teammitglied absagen musste, fanden sich zwei neue Mitstreiter für das Rennen. Nachts stieß sogar spontan noch Christian Schmitt als siebter Fahrer hinzu.

Nach mehreren ausführlichen Teambesprechungen – bis kurz vor den Start – wurde beschlossen, dass Alexander Braatz den Start fährt und um evtl. Startunfällen zu entkommen, aus der Box startet. Als Teamziel wurde durchfahren, ankommen und Spass haben ausgegeben, was Alexander direkt beim Start zeigte. Noch in der Boxengasse überholte er einen Konkurrenten und konnte so das Rennen auf Platz 44 liegend aufnehmen. Durch waghalsige und erfolgreiche Ausweichmanöver konnte Alexander einigen Crashes aus dem Weg fahren und so nach seinem ersten Stint auf P25 neuen Sprit und Reifen fassen. Der zweite Stint verlief ohne große Vorkommnisse konstant und so ging es immer weiter nach vorne in der Platzierung.
Nach zwei erfolgreichen Stints übernahm Marc Müller das Cockpit des Ferrari 488 GTE. Auch er konnte konstante Rundenzeiten hinlegen, welche ungefähr der Spitze entsprachen und so den Boliden weiter nach vorne bringen. Aufgrund hohen Verkehrsaufkommens auf der Rennstrecke, entschied sich das Team Marc Müller zwei Runden vor Ende seines ersten Stints an die Box zu holen. Der Boxenstopp verlief planmässig und Marc Müller konnte die Jagd weiter fortsetzen. Eine Schrecksekunde gab es noch, als in den Porsche Kurven vor ihm ein High-Ping Fahrer wie aus dem Nichts auftauchte und Marc Müller von diesem kurzfristig irritierte wurde. Aber durch seine Routine konnte er diese Situation ohne einen nennenswerten Vorfall meistern und den Wagen am Ende seiner zwei Stins auf P6 liegend an Sergio Media übergeben.

Auch die zwei Stunden von Sergio Medina liefen ohne Vorfälle ab. Der Spanier fuhr mit seinen konstant niedrigen Rundenzeiten den Wagen bis auf Platz 3 nach vorne, wo er ihn an Stefan Göritz übergab.
Auch Stefans erste Stunde verlief ohne Probleme. Durch die etwas rausgenommene Pace wurde das Team von ein paar anderen Teams überholt, welche für diese späte Stunde ihre Top-Fahrer ins Auto setzten, um nicht vollends unterzugehen. Kurz vor Ende des zweiten Stints gefiel Stefan jedoch die Streckenführung nicht mehr und er versuchte mittels Druck auf die Leitplanke, diese etwas zu verändern. Die Aktion scheiterte jedoch an der sturen Leitplanke, was jedoch fast keinen Auswirkungen auf das Fahrzeug hatte. Mit 7 km/h Top-Speed-Verlust und 50 Sek. Repair-Time konnte er den Wagen schließlich an Michael Bittmann übergeben.
Michael Bittmann lies während dem Auftanken und Reifenwechsel die RepairTime auf 40 Sek. ablaufen und startete mit der bekannten Pace ins Rennen. Während seinem ersten Stints konnte er zwei Fahrzeuge überholen, hing dann aber wegen dem Zeitverlust in Folge des Top-Speed-Verlusts auf der Position fest. So wurde gemeinsam beschlossen, dass der Wagen beim Zwischenstopp neben neuen Reifen und Sprit auch eine Reparatur bekommen sollte. Nach erfolgreichem Stopp ging es weiter auf die Reise und Michael konnte die Plätze, welche während der Reparatur verloren gingen, wieder einholen.

Als nächster Fahrer war Christian Wilms an der Reihe. Er legte eine ähnliche Pace wie Sergio Media hin und konnte zum Podium aufschliessen. Da unser Motto Spass haben war, wiederholte Christian Wilms das Mannöver von Alexander Braatz. Diesmal jedoch bei der Boxeneinfahrt. Kurzerhand überholte er auf der Zufahrt zur Boxengasse auf den letzten 20 Metern noch einen Konkurrenten und zeigte ihm das schöne Heck des Ferrari 488 GTE. Während des tollen Einsatzes von Christian Wilms war unser Discord-Gast Christian Schmitt so angetan, dass er kurzfristig den Stint nach Christan Wilms übernahm und so Stefan Göritz entlastete, welcher durch einen Reallife-Termin direkt nach seinem Stint hätte im richtigen Wagen hätte losfahren müssen. Danke nochmals an Christian Schmitt für seinen kurzfristigen Einsatz.
Christian Schmitt übernahm den Wagen und konnte ein solides Grundtempo vorlegen, was einen Verbleib in den Top Ten sicherte. Im Laufe seiner Zeitenjagd kam es dann doch zu einem kleinen Fehler, welcher eine Reparatzurzeit von 1 Minute und 19 Sekunden nach sich zog. Diese kurze Reparaturpause hat dem Wagen allerdings richtig gut getan und so ging es zurück auf die Strecke, wo Christan Schmitt seine Zeiten verbessern konnten. Nach seinem Einsatz übergab Christian Schmitt den Wagen an Marc Müller.
Marc Müller konnte an seine Leitungen im ersten Einsatz anknüpfen und den Wagen im mittleren Bereich der Top Ten halten, auch wenn, nach eigenen Angaben, die Müdigkeit doch die größte Herausforderung war. Durch unterschiedliche Boxenstoppstrategien der einzelnen Teams, befanden wir uns immer zwischen P4 und P7. Auch die weiteren vier Stints von Alexander Braatz und Michael Bittmann verliefen ohne größere Zwischenfälle. Michael Bittmann konnte die Zeiten aus seinen ersten beiden Stints noch unterbieten. Auf P7 liegend übergab Michael den Ferrari 488 GTE an Christian Wilms. Dieser konnte jedoch nur noch einen Stint fahren und so begann die Suche nach einem Ersatzfahrer. Kurzerhand erklärte sich Alexander Braatz bereit diesen Stint zu übernehmen. Aus dem Stadium des Abwartens waren wir zu diesem Zeitpunkt schon raus und die ersten Gedanken kreisten um den Erfolg einen Top Ten-Platz zu erreichen.
Sergio Media übernahm dann als Geheimwaffe den Wagen auf P6 liegend, 2,5h vor Rennende. In Sergios bekannter Manier knabberte bzw. fraß er den Vorsprung der anderen Teams weg und konnte so durch eine ausgeklügelte Boxenstrategie (er ließ einfach die alten Reifen drauf) bis zum Ende des Rennens den Ferrari 488 GTE auf P4 ca. 30 sek. hinter P3 und nur zwei Runden hinter P1 und P2 über die Ziellinie fahren.

Alle waren mit dieser Teamleistung überglücklich und mehr als zufrieden. Es hat dem kompletten Team einen riesen Spass gemacht.

GermanSimRacing.de #Purple (HPD ARX 01c)
Fahrer: Alexander Lilla, Jan-Moritz, Julian Oejen & Ronny Kunack-Constabel
Nach der guten Quali Zeit von Jan-Moritz die er in der vergangenen Woche in den Asphalt gebrannt hatte, ging es am vergangenen Samstag Nachmittag los für das Team Purple bei den 24h von Le Mans. Ausgangspunkt zum Rennstart war Platz 4 im dritten Split.

Den Start um 16:00 Uhr übernahm Julian, in der Startphase ging es im vorderen Teil des Feldes recht human zu. Die Pace der anderen Fahrzeuge konnte Julian im Doppel-Stint nicht ganz mitgehen, zum Ende des Stint hieß es Platz 9. Dennoch war der Abstand zu dem vor ihm liegenden Fahrzeugen nicht all zu groß.
Stint 3 und 4 übernahm Jan-Moritz. In den ersten Runden konnte er zu den vor ihm liegenden Zeit gut machen. Zum Ende des dritten Stints liegend auf Platz 3 kam es dann kurz nach Start und Ziel in der Dunlop Kurve zur Berührung mit einem Ferrari die für das Team Purple im Reifenstapel endete.
Nach 16 Minuten Reparaturzeit in der Box ging es dann auf in den vierten Stint. Nach einer Runde ging es weiter: In der Anbremszone zu Turn 7 kam dann eine Fehlermeldung, so dass die Simulation kurz unterbrochen worden ist und sich Jan-Moritz gedreht hat. Folge aus dem Dreher war, dass ein GTE in der Schikane das Team Purple touchierte und ein erneuter Schaden am HPD die Folge war.

Nach erneuter Reparaturzeit in der Box setzte sich Alex hinter das Steuer des Japaners. Im zweiten Stint dann der Massen-Disconnect die das Team eine weitere Runde nach hinten geworfen hat.
Im siebten und achten Stint den Ronny übernahm, konnte er durch seine ruhige Art einen Platz gut machen. Es waren zwar immer noch elf Runden Rückstand dennoch konnte Ronny einen Platz gut machen. Im neunten Stint hieß es wieder Massen-Disconnect was sich auf die Stimmung auswirtke. Am Ende des zehnten Stints hieß es dann Platz 21. Nach dem zwölften Stint hieß es erneut Massen-Disconnect was das Team veranlasste, das Auto abzustellen nach dem der HPD durch ein Standbild wieder im Reifenstapel hing.

GermanSimRacing.de #White (HPD ARX 01c)
Fahrer: Julian Pforte, Phillip Niklas, Gerrit Winter und Oliver Kemmesat

Das GermanSimRacing.de Team White ging diesmal mit den Fahrern Julian Pforte, Phillip Niklas, Gerrit Winter und Oliver Kemmesat an den Start zum 24h Le Mans-Rennen. Das Team ging im zweiten Split von Platz 21 ins Rennen. Das Quali-Speed nicht gleich Renn-Speed bedeutet, zeigte Oliver gleich in seinem Start-Stint, indem er sich in seinem Doppel-Stint von P21 bis auf Platz 9 vorkämpfte. Im weiteren Verlauf des Rennens konnten Julian, Gerrit und Phillip, durch schnelle und fehlerfreie Fahrweise, sich bis auf Platz 4 vorarbeiten.

Zwischenfälle gab es dabei nur wenig. Einen Dreher von Julian und eine 43-sekündige Reparatur in Folge einer Beschädigung des Unterbodens durch Oliver waren bis 3 Stunden vor Schluß die einzigen besonderen Vorkommnisse.

Danach ging es Schlag auf Schlag. Erst fiel der Zweitplatzierte aus, sodass Team White auf einen Podiumsplatz vorrückte. Durch verschiedene Boxenstrategien wechselte der dritte Platz aber immer wieder mit dem Mondial Racing Team, dass ebenfalls um Platz 3 kämpfte. Die Strategie von Team White schien aber die Bessere zu sein, bis Julian Pforte die Front des HPDs durch einen langsam fahrenden Ford GTE beschädigte und eine 14-sekündige Reparaturzeit nötig war. Somit stellte Team White die Strategie um, tankte den HPD während der Reparatur nochmals voll und hängte einen weiteren Stint mit Julian dran.

Eine halbe Stunde vor Schluss musste Team White seinen letzten Stopp, auf Platz 3 liegend, absolvieren. Der Vorsprung auf das Mondial Racing Team betrug nur 50 Sekunden. Nachdem Julian wieder auf die Strecke ging, hing ihnen der Mondial-HPD mit nur 2 Sekunden Abstand im Nacken.

Trotz vieler Überrundungen konnte Julian Pforte sein Können unter Beweis stellen und Platz 3 souverän verteidigen. Somit konnte Team White eines seiner größten Erfolge auf der legendären Rennstrecke von Le Mans mit einem sensationellen Platz 3 im zweiten Grid feiern.